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Feiern mit Ritualen

Sie sehen sich einem besonderen Anlass gegenüber:

Sie möchten Menschen willkommen heißen oder verabschieden.

Besonderen Ereignissen im Lebens- oder Jahreszyklus möchten Sie Ihre persönliche Würdigung schenken.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Das alles bietet eine gute Gelegenheit zum Feiern.

Ihrer Festlichkeit möchten Sie tieferen Ausdruck verleihen und Sie möchten mit Menschen feiern, mit denen Sie sich verbunden fühlen.

Mit einem Ritual setzen Sie bei Ihrem Fest einen Höhepunkt, der Gemeinschaft bildet und diese stärkt.

     Warum Rituale

Wir leben in einer Medien- und Eventgesellschaft, deren Auswirkungen wir alle kennen: Lärm, Hast und Sensationen.

Das Angebot der Kirchen erreicht uns oft nicht mehr.

Dennoch bleibt die tiefe Sehnsucht des Menschen das Leben mit Sinn zu füllen und Erfüllung zu finden.

Rituale geben dem Bedürfnis nach Verinnerlichung, Halt und Besinnung einen Raum. Die Verbindung im gemeinschaftlichen Tun stärkt die Präsenz jedes Einzelnen wie auch der ganzen Gemeinschaft und verleiht dem Anlass Würde, Klarheit, Wärme und lebensstärkende Kraft während der Feier und darüber hinaus.

Das Ritual ist eine gemeinschaftliche und würdige Form des Feierns und der Verbindung, die zunehmend in ihrem Kraftpotential anerkannt und genutzt wird.

     Was ist ein Ritual

Seit alters her werden Rituale durchgeführt, um dem menschlichen Bedürfnis nach Festlichkeit Rahmen, Form und Sinn zu verleihen und die Gemeinschaft, die ein Ereignis miteinander feiern will, in ihrer Verbundenheit zu stärken.

Ein Ritual kann sowohl ein weltliches wie auch ein spirituelles Thema zum Inhalt haben.

In beiden Fällen braucht es die Zustimmung der Mitwirkenden sich auf das Geschehen einzulassen. Um dies zu erleichtern, wird der Ablauf im Vorhinein festgelegt und das Ritual angeleitet. Die klare Form gibt Sicherheit, da die Handlungsschritte vorgegeben sind. Die Feiernden wenden sich gemeinsam einem bestimmten Thema zu und ordnen sich bewusst in den festgelegten Ablauf ein.

Dieses Einverstanden-Sein, das einander Mittragen und das gemeinsame Tun ermöglichen in der Gemeinschaft die eigene Innerlichkeit zuzulassen. Durch diese erhöhte Präsenz entsteht Verbindung zum Selbst, zum Du und möglicherweise darüber hinaus. Gefühle wie Geborgenheit, Freude, Halt, Zusammengehörigkeit, Vertrauen werden spürbar. Ein solches Erleben stärkt Lebensfreude, Lebenssinn und Lebenssicherheit.

Darüber hinaus kann das Ritual spirituelles Potential entfalten, das überkonfessionell und an keine einzelne Religion gebunden ist. Das gemeinsame Ja zum Ritual kann Verbindung zu Kräften schaffen, die einem alleine oder im Alltag nicht selbstverständlich zugänglich sind. Es kann einen transzendenten Raum öffnen.

Das Ritual wird individuell gestaltet und auf das geistige Weltbild der Feiernden abgestimmt. Damit bietet es auch die Chance, Menschen unterschiedlicher religiöser und persönlicher Weltanschauung das Verbindende erlebbar zu machen und so den gemeinsamen Geist wirken zu lassen. Durch diese stärkende Energie werden Verständigung und Prozesse der Heilung gefördert.

Zu welchem Anlass bieten sich Rituale an

Es gibt viele Situationen im Leben, deren bewusste Gestaltung das Leben bereichert und auf den nächsten Schritt vorbereitet.

Rituale helfen, sich einen besonderen Lebensmoment bewusst zu machen und ihm aktiv zu begegnen. Damit kann man den nächsten Schritt mit Freude tun oder sich in schwierigen Lebensphasen stärken und die Situation so leichter annehmen.

       Begrüßung

Vielleicht möchten Sie ein neues Familienmitglied in Ihrer Familie willkommen heißen, einen lieben Menschen begrüßen oder einen neuen Mitarbeiter einstellen – gemeinsames Innehalten und Besinnen lässt Sie offen werden für das Ereignis und den Menschen. Es stärkt den, der begrüßt wird wie auch die begrüßende Gemeinschaft.

·       Willkommensfest

Der Freude über die Geburt Ihres Kindes möchten Sie feierlichen Ausdruck verleihen und Ihr Kind in Ihrer persönlichen Gemeinschaft authentisch willkommen heißen. Dafür suchen Sie eine geeignete Form und einen entsprechenden Rahmen.

Ich bin Ihnen bei Gestaltung und Durchführung eines persönlichen Willkommens-, Segens- und Namensrituals gerne behilflich.

Sie haben damit die Möglichkeit Ihr Kind bewusst und liebevoll in Ihren Lebenskreis aufzunehmen. Gerade im persönlichen Rahmen wird ein stimmig gestaltetes Ritual Freude, Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit stärken. Die einmalige, wunderbare und verantwortungsvolle Verbindung von Mutter/Vater mit ihrem Kind wird auf verschiedenen Ebenen bewusst gemacht und in und vor der selbstgewählten Gemeinschaft bezeugt. Im Ritual ist jeder einzelne wichtig und mit dem Herzen da. So erfahren Eltern und Kind Stärkung und die ganze Gemeinschaft ist erfüllt von Freude, Sinn und dem Wissen um den anderen.

·       Begrüßung erwachsener Menschen

Ich berate Sie auch gerne, wenn es darum geht, einen heranwachsenden oder erwachsenen Menschen in besonderer Weise zu begrüßen und in eine Gemeinschaft aufzunehmen.

Das kann ein neues Familienmitglied (Schwiegertochter, -sohn, Schwager …) betreffen oder im privaten Kreis ein neues Mitglied in einem Verein oder Club.

Besonders sinnvoll ist es, die Aufnahme eines neuen Mitarbeiters am Arbeitsplatz bewusst zu gestalten.

Je nach Situation wird man vielleicht kein langes Ritual machen. Aber stimmige rituelle Elemente helfen den Beginn einer neuen Gemeinschaft herzlich und menschlich wertschätzend zu gestalten. Das ist guter Boden für ein künftiges Miteinander.

 

Und jegliches Willkommensfest hat seinen Sinn erfüllt, wenn der willkommen Geheißene voll Freude sagen kann:

Ja, ich  w i l l  kommen!

HochZeiten

Die Verbindung zweier Menschen, das bewusste Ja zu einander, wird nicht umsonst Hochzeit genannt – ist mit dieser lebensbejahenden Entscheidung füreinander doch in der Tat eine hohe Zeit gemeint, an die man sich mit Freude erinnern möchte.

Gerade die Hochzeit ist aber auch ein Fest, in dem sich die Komplexität unserer Gesellschaft besonders spiegelt.

In der Regel hat die Hochzeit eine rechtlich anerkannte Verbindung des Paares auf dem Standesamt zum Ziel.

Um der Feier neben dem rechtlichen auch einen festlich spirituellen Rahmen zu geben, suchen viele Paare eine persönliche und individuelle Form, die auf das eigene Leben abgestimmt ist. Die sozialen, weltanschaulichen und kulturellen Gegebenheiten sind in den letzten Jahrzehnten so komplex geworden, dass eine kirchliche Trauung längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Dies gilt für Paare unterschiedlicher Konfession oder Religion ebenso wie für Paare gleicher Konfession. Denn Mitgliedschaft in einer Kirche beinhaltet nicht automatisch das Gefühl der Verbundenheit damit. Auch wenn wir keiner kirchlichen Gemeinschaft angehören oder geschieden sind, können wir das Bedürfnis verspüren, unser Ja füreinander in einen spirituellen festlichen Rahmen zu stellen.

Die Hochzeit ist so eine wesentliche Lebensentscheidung, dass die Hochzeitsfeier auf jeden Fall stimmig sein sollte.

Das individuell gestaltete Ritual bietet sich dafür als würdiger und persönlicher Weg an, der das Paar in seiner Entscheidung und Liebe stärkt.

Da ein Ritual an fast jedem selbst gewählten Ort, der dafür vorbereitet wurde, durchgeführt werden kann, schenkt es in Gestaltung, Zeitrahmen und Ablauf ein gewisses Maß an Freiheit und Unabhängigkeit.

Wenn das Standesamt (vom Raum- und Zeitplan her) es zulässt, könnte das Ritual mit der standesamtlichen Trauung verbunden werden. Wenn dies weder erwünscht noch möglich ist, stehen beliebige Wahlmöglichkeiten – von der Trauung in der freien Natur bis zur Trauung in den eigenen vier Wänden – zur Verfügung.

Den Gestaltungsideen sind kaum Grenzen gesetzt, um der bewusst getroffenen Entscheidung für einen gemeinsamen Lebensweg einen stimmigen Rahmen zu verleihen. Im Hochzeitsritual stehen die Liebe als der Boden für die getroffene Entscheidung sowie das gegebene Hochzeitsversprechen im Zentrum. Alle Mitfeiernden sind persönlich angefragt, das Geschehen durch gemeinsame Gebärden oder Worte mit zu tragen. Die ganze Gemeinschaft wird im Herzen angesprochen und verstärkt damit die Liebe und Entscheidung des Paares.

 

Auch ein persönlich getroffenes und von äußerem Recht unabhängiges Beziehungsversprechen kann durch ein Ritual in seiner Gültigkeit gefestigt werden.

 

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind von vielen Kirchen nicht anerkannt. Hier kann ein individuell gestaltetes Trauungsritual eine gute Wahl sein um das eigene Selbstverständnis zu stärken und in stimmiger Form in Gemeinschaft zu feiern.

 

Bei Bedarf kann auch eine konventionelle kirchliche Trauung mit Elementen eines individuell gestalteten Rituals ergänzt werden.

Welche Form Sie auch wählen, ich finde wichtig, dass Ihre Hochzeit zu einer wirklichen Hoch-Zeit wird, die lange anhalten und Ihnen Freude und Kraft spenden möge. Was ich dazu beitragen kann, biete ich Ihnen gerne an.

       ZwischenZeiten

Neben den unverrückbaren Höhepunkten unseres Lebens wie Geburt, Hochzeit und Tod, gibt es in jedem Leben viele Stationen, die der Beachtung und besonderen Aufmerksamkeit wert sind.

·       Schule Berufsanfang Berufswechsel

Da ist das Kind, das seinen ersten Schultag erlebt, da ist der junge Maturant, der angehende Student, der erste Job.

Auch als Erwachsene stehen wir oft vor einem neuen Lebensabschnitt, wie neue Partnerschaft, Berufswechsel, Pensionierung, Genesung von einer Krankheit u.ä.

Es wird Ihnen helfen Ihr Leben bewusster und dadurch reicher zu er-leben, wenn Sie die wichtigen Schritte und Entwicklungsstufen wahrnehmen und mit einem Ritual würdigen.

Sie können Ihr Kind stärken, sich selbst das Loslassen erleichtern, Ihre Dankbarkeit als bereichernde Kraft wahrnehmen und ermutigt weitergehen.

·       Umzug

Jeder von uns ist schon einmal umgezogen. Diesen Schritt mit einer Einweihungsparty zu feiern ist durchaus üblich. Ich möchte Sie dazu anregen, auch den Wunsch nach Geborgenheit, Frieden, Konzentration, Entspannung und anderem Heilsamem ernst zu nehmen und ihm in einem Ritual Ausdruck und Kraft zu verleihen. Sie können es mit Ihren Mitbewohnern feiern und vielleicht mit nahen Freunden, die sie damit bewusst in Ihren inneren Lebenskreis hereinnehmen. Ritual und Party schließen einander keineswegs aus. Bei einem Ritual stellen Sie selbst durch Ihre Gemeinschaft den Raum her, in dem Sie feiern – das kann im Grunde überall sein und macht auch dadurch deutlich, dass wir vielschichtig sind: Ausgelassenheit und Innerlichkeit, Ernst und Spaß leben ganz nah beieinander und dazu noch viele andere Stimmungen und Gefühle, die nur scheinbar ein Widerspruch sind. Trauen Sie sich, auch Ihren tieferen und oft verborgenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen! Freude führt in die Fröhlichkeit. Ausdruck nimmt Innendruck. Anerkennen was ist, macht leicht.

·       Geburtstage

Geburtstage feiern wir in der Regel mit großer Selbstverständlichkeit seit unserer Kindheit. Besondere Geburtstage brauchen gute Planung und Vorbereitung.

Sie wollen viele Menschen einladen und es soll ein schönes Fest werden. Gerade hier kann ein Ritual sehr gemeinschaftsbildend sein. Im Zentrum des Rituals kann das Geburtstagskind stehen oder man hat ein gemeinsames Anliegen – beispielsweise Frieden, Heilung, Dankbarkeit -, dem man versammelte Kraft schenken möchte. Was immer im Zentrum Ihres  Rituals steht, das gemeinsame Bündeln von Energie führt zusammen und das weitere gemeinsame Feiern bekommt neue Leichtigkeit und Vertrautheit.

·       Jahresfeste

Mit den traditionellen Jahresfesten – wie Weihnachten und Ostern – sind die meisten von uns aufgewachsen. Nicht immer verbinden wir aber geglücktes Feiern damit. Und vielen Menschen ist der ursprüngliche Sinn der Feste unter Bergen von Geschenken und Vorbereitungshektik verloren gegangen.

Zum Thema Advent und Weihnachten berate ich Sie gerne. Besonders wenn Sie kleine Kinder haben, kann es für diese sehr bereichernd sein, zu Weihnachten nicht nur Geschenke zu bekommen.

Ein Ritual kann uns helfen, den Teil des Festes zu beleben, mit dem wir uns verbinden können und möchten. Wir können weglassen, was uns unecht erscheint und dem eine Form geben, was uns anspricht. Zu Weihnachten bieten sich auch für Menschen, die mit der christlichen Überlieferung nicht (mehr) verbunden sind, die Themen Licht und Kind als offensichtliche an.

Aber besonders wenn wir Weihnachten in christlichem Sinn feiern können und wollen, kann ein kleines Ritual dem Abend einen spirituellen Höhepunkt verleihen.

Ostern bietet für Menschen, die keine Verbindung zu einer Kirche haben, eine oft noch unentdeckte Herausforderung. Das Osterfest wird in seiner tieferen Bedeutung oft ignoriert. Das Thema der Auferstehung betrifft aber bei offener Betrachtung jeden Menschen in vielerlei Lebensbereichen. Der Osterhase ist dafür möglicherweise nicht für jedermann die gültige Antwort…

Ob in christlichem Sinne oder nicht – es ist lohnend mit dem Thema Auferstehung umzugehen und ich finde gern mit Ihnen heraus, wie für Sie ein fruchtbarer Umgang mit dem Osterfest aussehen könnte.

In unserer globalisierten hektischen Gesellschaft können wir uns im Grunde nur selbst Halt geben, indem wir – zwischenzeitlich – anhalten, verweilen und aus dem Augenblick Kraft schöpfen.

       Abschied

Abschied nehmen empfinden wir in der Regel als schwierig.

Abschied ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft gern umgangen wird.

Abschied jedweder Art gehört als lebendiger Prozess zu unserem Leben.

·       Begleitung Sterbender

Der Tod eines nahen Menschen zwingt uns in einen unwiderrufbaren Abschied, der uns erschüttert und manchmal mit Angst erfüllt.

Dennoch ist es für den Sterbenden wie auch für die Weiterlebenden heilsam, die verbleibende Zeit als Möglichkeit gemeinsamer Vorbereitung zu nutzen. Dem Begleitenden vor allem obliegt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Nähe, offener Abschied, Dank und Aufarbeitung von Unerledigtem möglich sind.

Auch in der Gemeinschaft des Ich und Du können am Krankenbett kleine Rituale oder Begegnungen mit rituellen Elementen stattfinden, die für beide Seiten segensreich sind. Das können kleine Gesten, Worte, Lieder, Gebete oder notwendige Handreichungen für den Kranken sein, die sich immer wieder wiederholen und in einer bewussten Haltung von Respekt und Achtsamkeit durchgeführt werden. Symbolische Gegenstände, wie Kerze, Stein, Blume, Ring; was immer in der  Lage ist, Beziehung zum Leben und zum Prozess des Sterbens herzustellen, kann für rituelle Handlungen genutzt werden. 

Ich berate Sie gerne, wenn Sie die letzte Lebensphase eines Menschen begleiten und unterstützen möchten.

·       Bestattungsfeiern

Das Begräbnis wird häufig zu einer Feier, deren Gestaltung Kirchen und Bestattungsinstituten übertragen wird, weil man sich diesem schwierigen Thema, das auch noch mit persönlichem Schmerz verbunden ist, nicht gewachsen fühlt.

Kirchliche Institutionen und Traditionen leisten für Menschen, die sich darin aufgehoben fühlen, wertvolle Unterstützung und Begleitung in dieser schweren Lebensphase.

Wenn institutionelle Einrichtungen die persönlichen und spirituellen Überzeugungen des Verstorbenen oder der Angehörigen nicht abdecken können, möchte ich Sie ermutigen und dabei unterstützen, neue Wege zu beschreiten. Der Tod konfrontiert uns mit verschiedenen Ebenen des Seins und es gilt eine Form zu finden, die sowohl der Würde des Verstorbenen wie auch der Hinterbliebenen entspricht.

Die Verabschiedungsfeier nicht abzugeben, sondern sich mit der Verabschiedung selbst auseinanderzusetzen, kommt einer aktiven Begegnung mit dem Ereignis des Todes gleich. Anstatt auszuweichen, stellen wir uns dem Wissen um unsere eigene Sterblichkeit und integrieren sie in unser Leben. So wird Abschied aus einer Position der Kraft, Verbindung und Lebendigkeit heraus gestaltet und wir können erfahren, dass dieses unwiederholbare Ereignis auch eine Chance für uns ist.

Ein Ritual kann in dieser Situation sehr unterstützend sein: Die Angehörigen erleben, dass sie selbst handeln und etwas beitragen können. Das Erlebnis der Handlungsfähigkeit gibt Sicherheit und schenkt Frieden. Die Gemeinschaft, die bei einem Ritual mehr als bei konventionellen Begräbnissen eingebunden ist, stärkt und erfährt Stärkung in besonderer Weise. Dadurch entsteht eine Verbindung, die für den Verstorbenen ebenso segensreich sein mag wie sie den Weiterlebenden Kraft schenkt.

Ein geglückter Abschied kann mit dem Tod versöhnen, Verbindung mit dem eigenen Selbst und dem Verstorbenen schaffen, dem Verstorbenen seinen lebendigen Platz in der Gemeinschaft geben und die versammelte Gemeinschaft durch das gemeinsame Erleben stärken. Schmerz und Trauer sind dabei integrierter Bestandteil und Ausdruck von Lebendigkeit. Die Verabschiedung selbst zu gestalten ermöglicht eine authentische Begegnung mit dem Tod und stärkt so das Leben.

·       Trauerrituale

Die eigene Trauer mit Ritualen zu würdigen und sich selbst damit zu stärken, kann der Trauerzeit eine ruhige und besinnliche Ebene schenken, die aus der Begegnung mit dem Tod eine neue Begegnung mit dem Leben und sich selbst macht. Tod und Trauer gehören zum Leben. Rituale helfen aus diesen Situationen Vertrauen in das Leben und sich selbst, Kraft, Selbsterkenntnis und Zuversicht zu schöpfen.

Auch nach der Verabschiedungsfeier kann das Bedürfnis anhalten (und manchmal sogar lange), den eigenen Schmerz zu verarbeiten, mit der eigenen Trauer fertig zu werden. Vielleicht bestand keine Möglichkeit an der Abschiedsfeier eines nahen Menschen teilzunehmen, vielleicht möchte man mit Menschen, mit denen man in ganz besonderer Beziehung steht, der Trauer gemeinsamen persönlichen Ausdruck verleihen. Vielleicht war das Begräbnis zu offiziell oder man selbst noch nicht offen für den Abschied.

Offene Abschiedssituationen können den Weiterlebenden lange Zeit Lebenskraft abziehen. Ein Trauerritual kann hier auch noch Jahre später einen heilsamen Abschluss des Trauerprozesses herbeiführen.

·       Trennung von Kindern

Neben dem großen und endgültigen Abschied, der durch den Tod hervorgerufen wird, gibt es auch andere Lebenssituationen, die einen Abschied notwendig machen.

Jede Trennung bedeutet Abschied:

Dies kann der Auszug eines Kindes aus dem Elternhaus sein, der Antritt einer langen Reise, Auswanderung oder ähnliches.

Innehalten, die Verbindung und Liebe spüren und ihre tragende Kraft, ist dabei immer unterstützend und hilft, loszulassen.

·       Trennung vom Lebenspartner

Ein besonderes Anliegen ist mir der Umgang mit Ehescheidungen und Trennungen.

Während eine Hochzeit zu feiern den meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, ist es aber nicht selbstverständlich, eine Scheidung so zu gestalten, dass die Partner einander auch später respektvoll und mit Achtung begegnen können. Dabei ist in der Regel noch viel danach zu ordnen und besonders, wenn Kinder da sind, ist man durch die Elternschaft weiterhin verbunden und sollte sich akzeptierend und frei begegnen können.

Dem Abschied mit einem Ritual einen würdigen und bewussten Rahmen zu geben, gibt beiden Seiten die Möglichkeit sich vom Alten zu verabschieden, das getrennte Weiterleben bewusst zu beginnen und künftige Begegnungen stimmig zu gestalten. Enttäuschung und Schmerz können gelindert werden und Akzeptanz und Verstehen für das Geschehene können entstehen und zunehmen.

Die Durchführung eines Abschiedsrituals kann auch sinnvoll sein, wenn nur einer der beiden Partner offen dafür ist. Man kann dann den Abschied auch für sich allein gestalten, um mit der neuen Situation zurechtzukommen und seinen Frieden zu finden.

Ein Abschied ist für mich geglückt, wenn ich ehrlich sagen zum anderen sagen kann: Lebe  w o h l !

 

     Mein Angebot

Ich stehe Ihnen bei Planung und Gestaltung zur Seite, entwickle für Sie und mit Ihnen Ihr eigenes persönliches Ritual und stehe Ihnen zur Anleitung und/oder Begleitung Ihres Rituals zur Verfügung.

Dem Anlass entsprechend und gemäß Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen gestalten wir Inhalte, Ablauf, Symbole und Ausstattung.

Konkret sieht das so aus:

Wir vereinbaren einen Gesprächstermin um einander kennen zu lernen und das Anliegen zu klären. Auf Wunsch komme ich dafür zu Ihnen nach Hause.

Sie teilen mir Ihre Vorstellungen und Wünsche mit. Ich bereite für ein (bei Bedarf mehrere) Folgetreffen Vorschläge zu Texten, Musik, Gebärden, Symbolen, Ausstattung und Ablauf des Rituals vor, wobei Ihre eigenen Vorstellungen selbstverständlich Vorrang haben. Wir verständigen uns über den passenden Ort und finden ihn bei Bedarf gemeinsam.

Anleitung und zeremonielle Durchführung übernehme ich gern. Meine besondere Aufgabe sehe ich darin, das Geschehen innerlich mitzutragen und so die Präsenz der Anwesenden und die Wirkung des Rituals zu verstärken.

Auf Wunsch übernehme ich Ansprachen oder Reden.

Falls Sie lediglich eine Beratung zur Entwicklung und Planung eines Rituals wünschen, ist auch dies möglich.

Bei Bedarf biete ich Rituale auch zweisprachig an:

Deutsch – Italienisch

Deutsch – Russisch

Die Kosten klären wir in einem persönlichen Gespräch.

Ich freue mich über Ihr Interesse und auf unsere gemeinsame Planung.

 

 

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